Reha abgebrochen |
Gabriele

Anfänger(in)


Dabei seit: 09.05.2006
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Habe Gestern meine Reha abgebrochen und bin krank im tiefen Loch sitzend zuhause angekommen schreibe gegen Mittag mehr dazu
__________________ weine nicht weil gewesen
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In ewiger Liebe zu Tobias
02.08.1989 - 18.04.2006
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22.10.2006 09:21 |
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Zucker
Anfänger(in)

Dabei seit: 30.05.2006
Beiträge: 26
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| RE: Reha gestern abgebrochen |
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Liebe Gabriele,
was genau ist passiert? Magst Du darüber schreiben? Wie können wir Dir helfen? Hocke selber auch immer wieder in einem schwarzen Loch fest. Oben die Sonne, manchmal unerreichbar für mich.
Bin in Gedanken bei Dir und drück Dich ganz doll.
viele liebe grüsse von heike
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24.10.2006 08:22 |
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Westfalia

Erfahrene(r)
   
Dabei seit: 18.06.2006
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Liebe Gabriele,
es tut mir leid, dass Du die Reha abbrechen musstest. Dabei hast Du doch so darum kämpfen müssen. Schreib' bitte, wenn Du die Kraft dazu findest und wenn es Dir hilft.
Ganz liebe Grüße,
Karin
__________________ Ich bin nicht tot, wechsle nur die Räume, ich lebe in Euch weiter, geh' durch Eure Träume. (Michelangelo)
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24.10.2006 14:18 |
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Gabriele

Anfänger(in)


Dabei seit: 09.05.2006
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Themenstarter
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Hallo zusammen,
Ich habe für die BFA mal ein Tagebuch zusammerngestellt das Ich hier reinstellen wede.
Zur Zeit bin Ich seelisch und Köperlich total am Ende. Fange bei jeder kleinigkeit an zu weinen und habe Angst nichts mehr zu schaffen. War stabiler vor der Reha und kam als seelisches Frack wieder.
Ablauf der Kur
28.09.2006 Donnerstag
Ankunft in der Fontane – Klinik in Motzen
Nach einer Anreise von 650 km traf ich gegen 11.00 Uhr in der Klinik ein. Mir wurde am Empfang zunächst ein Zimmer zugewiesen. Ich sollte dort kurz ein Formular zu meiner Person ausfüllen. Dieses wollte die Krankenschwester im Anschluss danach mit mir besprechen und mir die weitere Vorgehensweise erläutern. Jedoch, die Schwester vergaß mich über 2 Stunden auf dem Zimmer und war trotz wiederholter Nachfrage bei anderem Klinikpersonal nicht auffindbar. Wie sich dann herausstellte, da sie zu Mittag aß. Gegen 13.50 Uhr traf sie ganz erschrocken bei mir ein und brachte mich dann ebenfalls zum Mittag essen. (Dieses bestand dann leider nur noch aus Nudel mit Ketchup)
Um 15.00 Uhr ist mein erster Termin beim zuständigen Arzt. Der Arzt macht einen kompetenten Eindruck. Er stellt verschiedene Krankheitsbilder fest. Unter anderem eine Fehlfunktion der Nieren, sowie einen Bruch an der Wirbelsäule. Eine Ultraschall – Untersuchung sowie die Blutentnahme wurde für den kommenden Tag veranlasst.
Ich erzähle Ihm das Ich die Polizeiakte vom Suizid meines Sohnes Tobias dabei habe und frage ihn ob er mir ein paar Begriffe erklären kann. Er bittet mich darauf hin ihm die Akte zu überlassen. Ich reichte sie ihm mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass dies persönlich für ihn und der Inhalt vertraulich ist.
Des Weiteren habe ich ihn darauf hingewiesen, dass ich zurzeit keine Medikamente die abhängig machen einnehme und auch weiterhin keine derartigen Medikamente einnehmen möchte. In den ersten Tagen nach dem Suizid meines Sohnes wurden mir Anti – Depressiva verordnet, von welchen ich jedoch Angstzustände bekam, deshalb lehnte ich deren Einnahme ab.
Im Anschluss dann der erste Termin bei der Kinderpsychologin. Ihre erste Aussage in Richtung Pascal lautet: „ Es ist doch nicht so schlimm was dein Bruder gemacht hat.“
Ich bin mehrmals Kopfschüttelnd dazwischen und verwies auf den SUIZID meines verstorbenen Sohnes Tobias. Sie wies mich erbost zurück und wies darauf hin, sie wüsste was ich meine. Zu Pascal sprach sie weiter, „das so was viele machen würden.“
Als Pascal unter Tränen äußerte, „dass sein Bruder Tod sei,“ wurde Ihr wohl sein Einwand bewusst. Sie selbst war entsetzt und sagte, dass es Ihr Leid täte. Darauf hin beendete sie das Erstgespräch.
29.09.2006 Freitag
Erstgespräch bei meiner Therapeutin. Sie eröffnet mir zu Beginn sofort, dass Ich hier verkehrt sei. Eine Reha dauert normalerweise 12 Wochen, bei mir wäre dies bis zum 21.12. Aber da die Kassen leer seien würden keine Rehas mehr verlängert. Eher würde man die Maßnahmen verkürzen.
Danach fragte sie mich nach dem Therapieziel. Ich erzählte Ihr, dass ich meinen verstorbenen Sohn gehen lassen wolle, aber dass ich es zur Zeit nicht kann. Ihre Erwiderung war immer wieder was das solle! Es wäre doch so einfach! Ich soll es nur akzeptieren, dass es seine Entscheidung war!
Bei der Ultraschalluntersuchung an diesem Tag wurden zusätzlich zu dem Problem mit den Nieren, Gallensteine festgestellt.
Bei Pascal wurde eine Hautveränderung an den Füßen festgestellt die mit einer Salbe behandelt werden sollte.
30.09.2006 Samstag
Die. Teilnahme an einem Gesundheitsseminar war Pflicht. Man spielte dort klassische Musik ein. Ich bekam in der Folge einen Zusammenbruch und verließ darauf hin das Seminar. Völlig aufgelöst und heulend betrat ich das Schwesternzimmer. Dort bekam ich einen Beruhigungstee. Weder Arzt noch Therapeut waren zu sprechen, …..nur Tee!
01.10.2006 Sonntag
Die Patienten bleiben ausschließlich sich selbst überlassen.
War den ganzen Tag am Heulen und hatte von Donnerstag bis Heute nur ein paar Stunden geschlafen.
02.10.2006 Montag
Der Stress beginnt. Der mir am Freitag ausgehändigte Terminplan ist nicht zu realisieren. Meine Termine überschneiden sich mit denen von Pascal.
Der Schwimmkurs meines Sohnes erwies sich als Reinfall. Das Wasser ist überchlort und ich muss den Arzt aufsuchen, der eine beginnende Mittelohrentzündung feststellt. Die Probleme der Nasenschleimhäute werden mit einem Nasenspray und die Bauchschmerzen mit einer Wärmeflasche behandelt. Außerdem eine Tablette Paracetamol 500. Diese sorgte dafür das er den Rest des Tages im Bett verbringen musste.
03.10.2006 Dienstag (Feiertag)
Schlafe nur 3 Stunden. Und das auch nicht durchgehend. Wache stündlich auf. Mir geht es immer schlechter. Da Schulferien sind muss Ich mich abhetzen und für mein Kind da sein. An Feiertagen und am Wochenenden gibt es keine Kinderbetreuung. Bitte um ein anderes Zimmer da es so Laut ist. Nebenan sind 2 Kinder im Alter vom Pascal, sie treten vor den Wänden klopfen an den Türen und hören laute Musik. Meine Bitte an meine Zimmernachbarn doch die Lautstärke zu drosseln, wurde mit der Erhöhung des Geräuschpegels quittiert
Ich kann nicht mehr!
04.10.2006 Mittwoch
Angeordneter Arzttermin um 13.00 Uhr. Medizinisches Schwimmen steht ebenfalls in meinem Terminplan. Jedoch wurde mir eröffnet das die regelmäßigen Arzttermine am Mittwoch Vorrang hätten.
Ich gehe also zum Arzt. Erzähle ihm von meinen Schlafproblemen. Er verordnet mir Atosil 25mg, diese würden mein Schlafprobleme beheben. Eine Beratung über Risiken oder Nebenwirkungen des Medikaments erhalte ich nicht.
Auf Nachfrage wie die Ergebnisse meiner Blutuntersuchung wären, sagte mir der Arzt das sie schlecht seien. Es wundere ihn das ich überhaupt noch Haare auf den Kopf habe. Meine Eisenwerte seien im Keller und auch verschiedene andere Blutwerte seien nicht in Ordnung. Wie diese Probleme zu lösen sind wird mir nicht erläutert. Es wir weder Therapie noch Medikament verordnet.
Abends nach der Tabletteneinnahme noch immer kein Schlaf. Mir geht es weiterhin dreckig.
05.10.2006 Donnerstag
Stehe wieder beim Arzt und berichte Ihn das Ich nicht mehr kann, fühle mich Schwindelig, mundtrocken und bin zittrig. Er sagte zu mir: „Dann versuchen wir es mit Baldrian.“
Habe am Mittag einen Termin zum Einzelgespräch bei der Kindertherapeutin. Sie will wissen was der Grund unserer Anwesenheit in der Klinik ist. Nach meiner Erklärung weint sie mit mir zusammen um meinen toten Jungen. Ich bin total verwirrt da meine eigene Therapeutin eine komplett andere Auffassung über die Tragik meiner Situation zu haben scheint.
Am Nachmittag nehme ich zum ersten Mal am Trauerseminar teil. Hier fühle ich mich zum ersten mal verstanden.
Abends bei der Tablettenausgabe gibt es zu den Atosil noch 2 Baldrian. Kann zwar immer noch nicht schlafen aber die Nebenwirkungen vom Atosil sind weg......
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02.08.1989 - 18.04.2006
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25.10.2006 07:42 |
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Gabriele

Anfänger(in)


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06.10.2006 Freitag
Die erste Oberarzt-Visite Sage dass Ich keine Nebenwirkung mehr vom Atosil durch das Baldrian habe. Der Oberarzt war erstaunt, denn laut seiner Akte wurde eigentlich das Atosil ganz abgesetzt und ich sollte nur Baldrian nehmen. Hat da vergessliche Krankenschwester vom Tag der Ankunft wieder die Hand im Spiel?
Nun sollte Ich es trotzdem in Verbindung mit Baldrian weiter einnehmen.
Mittags habe ich einen Termin bei meiner Therapeutin. Zu meinem Erstaunen erzählt sie mir Auszüge aus der Polizeiakte die ich meinem behandelnden Arzt im Vertrauen überlassen hatte. In diesem Augenblick habe ich das Gefühl meinen Jungen verraten zu haben.
Sie jedoch sagt zu mir ich solle mir mal Gedanken darüber machen warum sich mein Sohn erhängt hat. Vielleicht hätte ich ihn in der Luft hängen lassen. Er hätte ja auch vor einen Zug springen können. Ich weiß nicht mit welcher Absicht sie mir Schuldgefühle einreden will, ich weiß nur dass sie mit dieser Vorgehensweise erfolgreich ist.
Will abreisen, kann nicht mehr. Bekomme wieder nur Beruhigungstee.
Pascal kann kaum noch auftreten. Anscheinend hat er sich bei einer Sport - Therapie am Donnerstag eine Verletzung am linken Fuß zugezogen. Ich versuche einen Termin bei der Ärztin zu bekommen. Dieser soll am Montag um 9.00 Uhr sein.
07.10.2006 Samstag
Pflichtveranstaltung Gesundheitsseminar. Diesmal ein Vortrag vom Oberarzt. In diesem erklärt er das ein Wechsel des Therapeuten erst nach fünf Therapiesitzungen möglich ist.
Im Anschluss an die Veranstaltung spreche ich ihn trotzdem auf einen Therapeutenwechsel an. Er sagt zu dass er mit der Therapeutin reden wird und stellt ein Gespräch zu dritt in Aussicht Habe wieder Hoffnung.
Abends nach der Tabletteneinnahme noch immer kein Schlaf.
08.10.2006 Sonntag
Schlafe immer nur 3 Stunden und habe Heimweh, will nach Hause.
Die Schwestern sagen zu mir, dass ich nicht davon laufen kann. Außerdem das der Fuß von Pascal angeschaut werden muss. Dieser kann inzwischen nicht mehr auftrete. Für mein Kind bleibe ich! Weine nur noch! Und fühle mich noch kraftloser als je zuvor!
Schade dass mein Mann mich aufgrund der weiten Entfernung nicht besuchen kann. Ich frage mich warum die Klinik in Bad Saulgau nicht in Betracht kam?
Abends nach der Tabletteneinnahme noch immer kein Schlaf. Mir geht es weiterhin dreckig.
09.10.2006 Montag
Ärztin untersucht den Fuß von Pascal .Sie verordnet Verbände mit Voltaren –Salbe, sowie 3-mal täglich Paracetamol 250.
Ich mache darauf aufmerksam dass Pascal schmerzunempfindlich ist. Er hatte schon mal einen Armbruch den wir erst nach 4 Tagen feststellten. Wir behandelten mit einem Verband eine sichtbare Schürfwunde die auch etwas geschwollen war. Da die Schwellung nicht zurückging haben wir bei einem Verbandwechsel sofort das Krankenhaus aufgesucht und dort wurde ohne Narkose oder Betäubung der gebrochene Arm gerichtet. Dies weil er nicht im Krankenhaus bleiben wollte. Es floss während des schmerzhaften Richtens nur ein paar Tränen. Die Ärzte in der Klinik in Göppingen waren damals total überrascht.
Aus diesem Grund wollte ich das sein Fuß nicht nur oberflächlich abgetastet wird, sondern eine genauere Untersuchung veranlasst wird. Jedoch sagte man mir das man erst wenn die Schwellung nicht abklingen sollte ein Röntgen in Betracht käme.
Habe mittags einen Termin beim Oberarzt und Therapeutin.
Meine Therapeutin redete vor dem Dreiergespräch auf mich ein. Angeblich wäre alles ein Missverständnis. Außerdem wäre ich so angespannt. Zusätzlich macht sie mir Vorhaltungen, dass ich eine Mitpatientin, deren Mann sich ebenfalls erhängt hat, nicht im Stich lassen könne. Ich verzichte darauf hin auf den von mir gewünschten Gruppen- und Therapeutenwechsel.
Abends nach der Tabletteneinnahme noch immer kein Schlaf. Mir geht es weiterhin dreckig.
10.10.2006 Dienstag
Bekomme gesagt das Ich Donnerstag endlich ein neues Zimmer bekomme. Der Lärm von Nebenan hatte in der Zwischenzeit nichts an Lautstärke und Intension verloren. Hoffe dass, durch das ruhigere Zimmer alles besser wird.
Der Fuß von Pascal wird noch nicht besser. Ich rede noch mal mit der Ärztin. Die eröffnet dass ich bis zum Ende der Woche abwarten soll.
Abends nach der Tabletteneinnahme noch immer kein Schlaf.
11.10.2006 Mittwoch
Pascal weint, weil ihm die Ferse so sehr schmerzt. Er kann nicht mehr auftreten. Gehe noch mal zur Ärztin. Die ordnet jetzt an, dass Pascal geröntgt werden sollte. Die Schwester soll einen Termin im Krankenhaus abstimmen und ich solle im Schwesternzimmer erfragen wann dieser sei. Da im Krankenhaus mittwochs nachmittags keine Sprechstunde ist, wurde der Termin auf den folgenden Donnerstag gelegt.
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02.08.1989 - 18.04.2006
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25.10.2006 07:43 |
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Gabriele

Anfänger(in)


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12.10.2006 Donnerstag
Bekomme den Termin für die Untersuchung meines Sohnes um 9.00 Uhr mitgeteilt. Ich soll um 13:15 am Empfang seien, von dort werden wir mit einen Bus abgeholt. Ich soll die Krankenkassenkarte mitnehmen. Dann werden wir zum Arzt gefahren. Dieser lehnt es ab Pascal zu röntgten obwohl ich darauf bestehe. Er diagnostiziert, dass Pascal durch Überlastung eine Entzündung der unteren Achillissehne hat. Zur Behandlung gab es ein Medikament mit, sowie das Pascal mit Reizstrom behandelt werden soll. Das könnte in der Reha gemacht werden.
Sind gegen 15:10 Uhr zurück und ich will noch schnell zum speziellen Trauerseminar mit Gastredner. Jedoch schickt man mich zu der Ärztin von Pascal. Diese wollte wissen wie die Diagnose aus dem Krankenhaus aussieht. Als ich sage, dass er nicht geröntgt wurde, schimpfte sie ebenso wie ich. Ich fand sie sehr kompetent da sie auch im Krankenhaus den Arzt erreichen wollte der jedoch nicht zu sprechen war. Sie gab mir ein Formular mit auf dem ich die Termine von Pascal schreiben solle, So könnte sie Termine für die Reizstrombehandlung veranlassen.
Mittlerweile ist es 15:40 und ich kann nicht mehr zum Trauerseminar. Traurig und enttäuscht gehe am Schwesternzimmer vorbei. Aus diesem kommt eine Schwester mit einem Brief für den Arzt im Krankenhaus. Sie erklärt mir das sie es nicht verstehen könne das man vergaß mir diesen mitzugeben. In diesem wurde neben den üblichen Informationen auch das Röntgen von Pascal angeordnet. Nun war ich zusätzlich aufgebracht und schimpfte. Professionelle Betreuung sieht für mich anders aus. Es war ja nicht das erste mal dass man mich vergessen hatte. Vielleicht erinnern sie sich an die bewusste vergessliche Krankenschwestern von weiter oben?
Wie üblich abends nach der Tabletteneinnahme noch immer kein Schlaf. Mir geht es weiterhin nicht besser.
13.10.2006 Freitag
Gruppentherapie: Eine Mitpatientin wusste, dass Ich meinen Ärger vom Vortag loswerden wollte. Sie eröffnet mir noch vor Beginn der Gruppensitzung, dass ihr eigenes Problem wichtiger wäre. Ich solle lieber nichts von meinem Problem berichten. Diese Mitpatientin jedoch benutzt die Gruppe wie eine Einzeltherapie. Sie erzählte ihre Probleme zum wiederholten Mal. Ich konnte sie schon nicht mehr hören.
Als ich an der Reihe war auf die Probleme dieser Patient zu reagieren, erwiderte ich jedoch wie wütend ich über den Vorfall vom Vortag mit Pascal war. Weiter auch das Ich mich besonders um das Trauerseminar betrogen gefühlt hatte weil dieses aus meinen Empfinden die einzige Maßnahme ist, bei der ich mich wohl fühlen würde.
Die Mitpatientin packte mich darauf hin an den Arm und sagte mir vorwurfsvoll, dass sie am Vortag beim Arzt war, weil sie meinetwegen Suizid begehen wollte. Jedoch hatte ich zu dieser Patientin im Vorfeld einen guten Kontakt, den ich erst löste als meine eigenen Probleme mich zu sehr beschäftigten und mir keine Geduld mehr für ihre Sorgen ließen.
Die Reaktion dieser Patientin zeigte mir erneut ganz deutlich, dass ich in dieser Gruppe und mit dieser Art der Behandlung an einem falschen Ort war. Das mir dort nicht geholfen wurde, sondern das meine Probleme nur verstärkt wurden.
Darauf hin habe ich die Tür knallend und weinend die Gruppe verlassen. Wieder ist niemand da der sich um mich kümmert. Wieder ist alles was ich bekomme Beruhigungstee.
Da eine Einzeltherapie Stunde nur einmal in der Woche stattfindet und ich in dieser ganzen Woche kein einziges Einzelgespräch hatte fühlte ich mich völlig allein gelassen.
Außerdem liegt Pascal den ganzen Tag im Bett. Seine Schmerze lassen es nicht zu das er aufsteht und läuft. Ich mache mir ernsthafte Sorgen. Leider soll auch die Reizstrombehandlung erst am Montag beginnen
Abends nach der Tabletteneinnahme noch immer kein Schlaf. Mir geht es weiterhin dreckig.
14.10.2006 Samstag
Wieder Gesundheitsseminar. Thema diesmal Schlafstörungen. Ich glaube am völlig falschen Ort zu sein. Die hälfte des Kurses ist im Tiefschlaf weil das Thema sie langweilt. Ich jedoch sitze dort und frage mich wie diese Menschen es trotz all ihrem Wissen nicht schaffen mir eine Behandlung zuteilen zu können die mir eine ruhige Nacht verschaffen kann.
Habe seit der Ankunft hier immer noch nicht mehr als 3 Stunden in der Nacht geschlafen. Habe das Gefühl als wäre mein Sohn erst gerade gestorben. Es geht nicht aufwärts sondern abwärts. Aber samstags ist ohnehin niemand zu Gesprächen oder Therapien da. Alles was es gibt ist Beruhigungstee. Den kann ich mir auch zuhause kaufen und trinken.
Pascal kann auch heute nicht aufstehen. Die Schmerzen sind trotz der Verabreichung von Paracetamol zu groß.
15.10.2006 Sonntag
Wir sind ganz allein. Ich weine und stecke in einem Loch welches tiefer ist als zu Beginn meiner „Behandlung“!
Pascal verbringt die meiste Zeit im Bett weil sein Fuß nicht besser wird. Die Medikamente für die Reizstrombehandlung wurden mir heute von einer Schwester übergeben. Man wüsste nichts damit anzufangen.
Abends wieder Tabletteneinnahme. Kein Schlaf. Mir geht es immer schlimmer.
16.10.2006 Montag
Spreche das Thema von Freitag an. Der Oberarzt war auch dabei. Er war erstaunt weil er nichts von den Ereignissen wusste. Er veranlasste das ich an dem Tag noch ein Einzelgespräch bekommen sollte.
Anstatt der Raucherentwöhnung bekam dich ein 10 min. Gespräch. Mir wurde mitgeteilt das es feige und mies von meinem Sohn sei, dass er sich so mittels Suizid, aus dem Staub machte. Das ich ein Recht habe wütend auf meinen Jungen zu sein da er sich so aus dem Staub gemacht hatte. Worauf meine Tränen die weitere Folge waren. Ich fühlte mich noch schlechter.
Die Behandlung von Pascal ließ weiter auf sich warten.
Ich stelle einen Antrag auf verlängerten Ausgang da mein Bruder am 18.10 zu Besuch kommen wollte. Für Pascal lehnte man diesen Antrag ab, da er um 20 Uhr auf dem Zimmer seien musste.
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25.10.2006 07:43 |
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Gabriele

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17.10.2006 Dienstag
Versuchte die Therapeutin zu erreichen. Sie ist an diesem Tag nicht da. Wir wurden nicht darüber informiert. Meine Gefühle zu dem 10 min. Gespräch vom Vortag müssen warten.
Weiter beobachtet eine Mitpatientin das sich mein Verhalten verändert hat. Ich werde fahrig und bekomme Konzentrationsschwächen. Sie stellt fest das mir ab 21.00 Uhr die Hände zittern. Dieses zittern jedoch nach der Medikamentenausgabe um 21.30 vorbei ist.
Ich erfahre durch Internetrecherchen meines Mannes von den Nebenwirkungen und Folgen der Einnahme von Atosil. Ein Medikamentenbeiblatt oder Beratung über die Nebenwirkungen habe ich in der Klinik wie bereits beschrieben nicht erhalten. Ich hätte die Einnahme verweigert und um andere Lösung gebeten. An dieser Stelle möchte ich gleichfalls mitteilen das ich Anwaltlichen Beistand erwäge und eine Anzeige wegen Körperverletzung in Aussicht stellen.
18.10.2006 Mittwoch
Für mich ein besonderer Tag, mein Sohn ist genau 6 Monate Tod. Bin angespannt.
Noch immer keinen Termin für die Behandlung Pascals. Frage wie jeden Tag nach. Man kümmere sich drum wurde mir mitgeteilt.
Hatte Gruppentherapie. Die Therapeutin teilte uns im Beisein des Oberarztes mit dass sie die Klinik verlassen wird.
Weiterhin dass in unserer Gruppe bis Montag 8 Patienten mit Essstörung aufgenommen werden. Die Themen werden in Zukunft mehr über Essstörung als über andere Problematik gehen.
Eine bereits entlassene manisch-depressive Mitpatientin die in der Vorwoche entlassen war, teilte uns per SMS mit das es Ihr schlecht ging. Sie sehe keinen Sinn mehr in Ihren Leben. Was in unserer Gruppe als Ankündigung eines Selbstmordes angesehen wurde. Da sie dieses ja schon während ihres Klinikaufenthaltes mehrfach versucht hatte. Wir sprachen dieses Thema in der Gruppe an und es wurde sofort gesagt wir sollten uns um uns selber Gedanken machen und nicht über andere. Wir versuchten klar zu machen dass wir Angst hätten und sprachen über die Chance die wir nicht hatten.
Die Mitpatienten die ihrem Mann verloren hatte und ich bei meinen Sohn. Wir wurden regelrecht attackiert. Ich verließ die Gruppe, bekam einen Zusammenbruch, konnte mich nicht beruhigen. Die Mitpatientin deren Mann Suizid begann ging es nicht anderes. Keinen Schlaf und immer weiter wurde die seelische Wunde aufgerissen.
Das Atosil wurde verdoppelt. Von 25mg auf 50 mg. Erste verstärkte Überlegungen die Reha abzubrechen, bin wohl auch dank Atosil körperlich am Ende.
Nachmittags ein Gespräch mit der neuen Therapeutin. Erzähle wieder alles. Sie sagt zu mir das sie das Gefühl hat das Ich mit meinen Sohn immer in den Wald gehe und dabei immer ein Stück mehr Sterbe. Sie verspricht mir, dass sie mir einen Termin gibt, dass wir uns noch mal am Freitag sehen werden, damit ich gut übers Wochenende komme. Zum ersten Mal dachte ich, mir wird geholfen. Wollte doch bleiben.
Mein Bruder kommt uns besuchen und wir müssen uns wie Verbrecher aus der Klinik schleichen. Ich fühle mich schlecht dabei, obwohl wir doch nur ein paar Minuten ungestört und frei von dem Umfeld der Klinik verbringen wollen.
Jetzt wo ich wieder zu hause bin eröffnete er mir das ihn mein Zustand zutiefst erschreckt hat. Er teilte mir mit das er selbst kurz nach dem Tod meines Sohnes nicht den Eindruck hatte das es mir dermaßen schlecht geht. Weiter sagte er das es ihm auf dramatische Weise aufgefallen sei das Pascal währen der ganzen Zeit nicht einmal gelacht hatte. Der ansonsten immer zu Scherzen und Lachen aufgelegte Junge wirkte auf ihn tieftraurig und betrübt.
Bekomme abends einen 1cm großen Knoten unter meinen Arm.
Abends nach der Tabletteneinnahme noch immer kein Schlaf. Trotz Erhöhung der Dosis. Ich mache mir Sorgen weil mir der Arzt eröffnet hat, dass ich dieses Medikament nicht einfach absetzen kann. Außerdem hatte er eine Erhöhung der Dosis bis auf 400 mg für möglich gehalten. Mir geht die Recherche meines Mannes nicht aus dem Kopf. Dort wurde von regelmäßigen Blutuntersuchungen gesprochen da die Leber in Mitleidenschaft gezogen werden kann.
19.10.2006 Donnerstag
Gehe mit den Knoten zum Arzt und er sagt das solle sich eine Hautärztin anschauen. Bekomme einen Termin am 20.10. vormittags bei dem Hautarzt.
Außerdem nachmittags einen Termin bei der Kinderpsychologin. Sie teilte mir mit das man meine Maßnahme nicht verlängern wird. Außerdem würde das Krankheitsbild von Pascal auch für einen Verlängerung nicht ausreichen Dieses wäre schon vor Beginn der Maßnahme durch die Klinikleitung festgelegt worden.
Zu der Therapie von Pascal erzählte sie mir dass mein Sohn oft nachts von seinen toten Bruder träumt. Mein toter Sohn hätte Pascal gesagt das er auf mich aufpassen soll und er spiele oft mit ihm. Pascal schlief schon wieder mehrere Tage in meinem Bett da er nicht allein schlafen wollte. Wir sprachen über seinen Fuß und das immer noch kein Termin für die Behandlung gemacht wurde.
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25.10.2006 07:44 |
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Gabriele

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20.10.2006 Freitag
War bei der Hautärztin, habe eine 1cm große Entzündung der Schweißdrüse bekommen und dazu auch noch eine kräftige Erkältung. Bin nur am Husten habe Fieber, bin kraftlos. Sie verschrieb mir täglich 3 x Verbände mit Salbe und Antibiotika.
Nach der Rückkehr war gerade die Oberarztvisite. Man fragte mich ganz scheinheilig nach Gründen für eine Verlängerung meiner Maßnahme Ich sagte das ich schon wüsste das ich nicht verlängert werde. Das mir die Kinderpsychologin bereits das Vorgehen erklärt hätte. Darauf war Freundlichkeit verflogen. Man sagte mir dass meine Einzelgespräche nur noch dafür verwendet werden um im Internet nach einer Trauergruppe und nach einer Nachbehandlung für mich zu suchen.
Ich wurde von allen persönlichen Therapien befreit. Das versprochene Einzelgespräch wurde gestrichen. Die Begründung war, dass ich ja stabil fürs Wochenende sei und man sehe sich am Montag wieder.
Weiter wurde geäußert dass ich sobald ich zuhause bin ja wieder arbeiten könne. Da ich ja auch bis zum letzten Tag vor der Kur gearbeitet hätte und die Verdrängung des Schicksalsschlages ja funktioniert hätte. Mit anderen Worten wurde mein gesamter Aufenthalt in der Klinik vom Beginn an in Frage gestellt.
Ich fühlte mich als Bettlerin der die ersehnte Hilfe seit Anfang der Kur verweigert wurde.
Bin wegen der Behandlung des Fußes von Pascal noch einmal zur Ärztin. Sie verstand nicht warum da noch nichts gemacht wurde und rief bei der Physioabteilung an. Mir wurde gesagt das Ich die Termine für Pascal nicht wahrgenommen hätte. Ich sagte das Ich keine Termine mitgeteilt bekommen habe. War da wieder die vergessliche Schwester im Spiel?
Die Ärztin schrieb Pascal für den Schulsport krank und sagte dass er seine sonstigen Therapien mitmachen kann soweit es von der Belastung der Ferse geht. Keine weitere Röntgenaufnahme zur Kontrolle.
Ich habe beschlossen abzureisen. Habe erst mal die BFA angerufen. Dort teilte ein Sachbearbeiter mir mit das ich einen Brief mit der Begründung an die BFA schicken sollte und nach der Schilderung der Zustände das ich abbrechen könnte.
Bin mit hohen Fieber noch mal zum Arzt, sagte das ich krank bin und weiter das ich abreisen möchte. Da man mir hier ja sowieso nicht helfen will bzw. überhaupt nicht kann.
Der Arzt sagte mir das ich wie ein trotziges Kind reagiere da ich keine Verlängerung bekomme. Mein Entschluss steht fest, Ich gehe doch lieber Hause. Mir geht es doch nicht um die Verlängerung sondern um nicht bekommene Hilfe. Ich will weg weil ich das Gefühl habe das man mich hier krank macht. Körperlich und seelisch.
Ich bin Krank, habe einen grippalen Infekt, huste und bekomme keine Luft mehr. Der Arzt sagte mir das ich ins Bett gehen sollte und das ich nicht nach Hause kann da ich fahruntüchtig wäre. In mir kommt das Gefühl der unterlassenen Hilfeleistung hoch. Bin also ins Bett gekrochen. Pascal saß 4 Stunden an meinem Bett und wischte mir den Schweiß von der Stirn.
Es kümmerte sich niemand sonst um mich.
Statt Hilfe habe ich nur ausdrücklich von mir nicht gewünschte abhängig machende Tabletten bekommen. Keine Salbe, keine Verbände, nur Antibiotika. Habe mit meinen Mann und Bruder telefoniert, die sich am 21.10 Nachts um 4 Uhr auf den Weg machten um mich abzuholen.
21.10.2006 Samstag
Habe um 10 Uhr der Schwester mitgeteilt das ich die Kur abbreche und abreise. Sie interessierte sich nur ob ich Fahrgeld von der Klinik bekommen habe. Sie schien sich ausnahmslos dafür zu interessieren ob mir die Klinik das Fahrgeld bereits erstattet hat. Dies ist bedingt durch die kurzfristige Abreise natürlich nicht geschehen.
Sie informierte den Bereitschaftsarzt der eigentlich für die Suchtabteilung zuständig ist. Diesem erklärte ich meine Beweggründe die mich zum Abbruch der Maßnahme veranlasst haben. Seine Meinung war, dass in der Klinik ganz schön Mist gebaut wurde, dass er meinen Entschluss verstehen kann. Weiter meinte er ich wäre in der Fontaneklinik wohl mit meinen Belangen am falschen Ort gewesen. Es ist auch aus seiner Sicht unlogisch Essgestörte mit Suizidhinterbliebenen zusammen zu therapieren. Selbst wenn Gegensätze sich anziehen ist Selbstmord auf Raten und Trauerbewältigung von Suizidopfern in einer gemeinsamen Gruppe sehr fraglich.
Komme zurück auf mein Zimmer und erhalte die Nachricht dass ich ab 11 Uhr entlassen bin, am Mittagstisch wäre kein Platz mehr für mich. Mein Mann und mein Bruder treffen gegen 13 Uhr ein. Endlich raus aus einer Klinik aus der ich laut Therapeuten nur in Begleitung den Wald betreten darf. Schade nur dass die Klinik mitten im Wald liegt.
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25.10.2006 07:45 |
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Westfalia

Erfahrene(r)
   
Dabei seit: 18.06.2006
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Liebe Gabriele,
das liest sich wie ein Horrorroman!
Mir fehlen die Worte. Ich verstehe das nicht und bin entsetzt. Wie kann man einem Menschen, der Hilfe sucht, so etwas antun? Du und Dein Sohn, ihr seid doch ohnehin schon völlig traumatisiert. Statt Hilfe nur Stümperhaftigkeit. Und das nach dem ganzen Chaos, was man Dir schon vor der Kurbewilligung zugemutet hat.
Können wir Dir irgendwie helfen?
Ich schreibe Dir noch eine PIN.
Ganz liebe Grüße und eine Umarmung,
Karin
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25.10.2006 10:13 |
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styx
Forenmitglied
 
Dabei seit: 31.07.2006
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| Zitat: |
Original von Gabriele
Sie jedoch sagt zu mir ich solle mir mal Gedanken darüber machen warum sich mein Sohn erhängt hat. Vielleicht hätte ich ihn in der Luft hängen lassen. Er hätte ja auch vor einen Zug springen können. Ich weiß nicht mit welcher Absicht sie mir Schuldgefühle einreden will, ich weiß nur dass sie mit dieser Vorgehensweise erfolgreich ist.
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spätestens hier hätte ich aus selbstschutzgründen das ganze abgebrochen
lutz
__________________ ... die Zeit heilt nicht.
Sie lässt die Wunde halb verschlossen.
Bereit, sich neu zu öffnen, und dann spürst du
Schmerz, so tief wie in der ersten Stunde.
Elizabeth Jennings
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25.10.2006 13:23 |
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Katja

Erfahrene(r)
   
Dabei seit: 22.04.2006
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Das kann ja wohl nicht wahr sein !!! Mir fehlen schlicht und einfach die Worte......
Laß dich nicht unterkriegen!!
LG
Katja
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25.10.2006 22:53 |
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Nina

Neuling
Dabei seit: 26.09.2006
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Liebe Gabriele,
ich habe gerade deinen Bericht gelesen und möchte dir erst mal sagen, wie Leid es mir tut, dass du deinen Sohn verloren hast.
Ich finde es ganz furchtbar, dass von professioneller Seite dann auch nicht auf solche Schicksalsschläge untertützend reagiert wird, sondern du auch noch mit Vorwürfen konfrontiert wurdest. Ich habe ähnliches auch schon erlebt. Mein Vater hat sich das Leben genommen und in einem Gespräch mit der behandelden Ärztin ( Mein Vater hatte sich unbemerkt von der Klinik entfernt, in der er zur stationären Therapie war. Ich wollte einfach nur wissen, was passiert war, Frage beantwortet bekommen, das WARUM besser verstehen können...) bekam ich auch dergleichen Dinge zu hören. Sie beschuldigte ein´familienmitglied nach dem anderen, sagte Dinge, die taktlos und völlig deplaziert waren... es war schlimm.
Mich macht es sehr traurig, zu lesen, dass das kein Einzelfall ist.
Ich hoffe, dir ergeht es jetzt zuhause besser, auf jeden Fall besser als dort. Ich wünsche dir und deiner Familie viel Kraft, mit all dem fertig zu werden.Ich fühle mit dir.
Sei lieb gegrüßt
Nina
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Nina: 25.10.2006 22:59.
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25.10.2006 22:58 |
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maus
Neuling
Dabei seit: 13.10.2006
Beiträge: 5
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liebe Gabriele,
ich hoffe daß du und dein Sohn zuhause wieder aus dem tiefen
Loch rausfindet, in das Ihr mit Hilfe der Reha noch weiter gefallen seit!!
Meine Kinder und ich haben nach dem Suzid meines Mannes
mit Hilfe meiner Familie versucht den normalen Alltag weiterzuführen.
Ich weiss, dies ist unendlich schwer!! und wirst sagen, die hat keine
Ahnung, wie es in mir aussieht.
Versuche trotzdem, nur jeden Tag neu zu leben, und keine
Pläne für den nächsten zu machen; immer aus der Situation
heraus entscheiden und weiterleben!!
Alles Gute
Maus
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26.10.2006 17:00 |
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styx
Forenmitglied
 
Dabei seit: 31.07.2006
Beiträge: 54
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| RE: Reha gestern abgebrochen |
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mir ist da noch was eingefallen; wenn du mit Pascal immer noch probleme wegen der ferse hast, dann drück mal den behandelnten arzt in richtung röntgen.
ich hatte so was ähnliches mit meiner tochter durch. behandelnter hausarzt überweist an örtlich zuständigen knochenbrecher. der stellt nichts fest. es geht weiter bergab mit ihr (nicht mehr laufen können, ständig zunehmende schmerzen) auf druck unsererseits überweist die hausärztin unsere tochter an eine kinderchirugie. dort wurde sie sofort geröngt mit der diagnose knochenhautentzündung der knochen befindet sich in der auflösung.
ab da ging es wieder aufwärts.
ist nur so eine idee.
lutz
__________________ ... die Zeit heilt nicht.
Sie lässt die Wunde halb verschlossen.
Bereit, sich neu zu öffnen, und dann spürst du
Schmerz, so tief wie in der ersten Stunde.
Elizabeth Jennings
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26.10.2006 22:38 |
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Gabriele

Anfänger(in)


Dabei seit: 09.05.2006
Beiträge: 44
Themenstarter
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Hallo Lutz, Hallo Zusammen
War natürlich hier sofort beim Arzt. Pascal sein Fuß musste stillgelegt werden. Er hat eine Entzündung der Wachtumsfuge. Nun läuft er hier mit Krücken rum.
Bei mir wurden sofort die Tabletten abgesetzt und Ich stehe noch total neben mir. Habe von der Klinik einen Entlassungsschein bekommen in dem es heisst Ich bin Arbeitsunfähig. Nun kommt mein nächstes Problem mein Arzt sagt offen und ehrlich das er nicht damit umgehen kann und will mich sobald Ich körperlich wieder einigermaßen Fit bin Gesund schreiben. An wem kann Ich mich wenden denn köperlich wird es in 2 Wochen wieder gehen aber seelisch bin Ich am Boden habe schon wieder abgenommen und verbringe die Tage mehr und mehr mit weinen. Einen Termin bei einen Psychologen bekomme Ich dieses Jahr nicht mehr. Weiss nicht mehr weiter. Kann mir einer einen Rat geben?
Gaby
__________________ weine nicht weil gewesen
sei glücklich weil war
In ewiger Liebe zu Tobias
02.08.1989 - 18.04.2006
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27.10.2006 07:24 |
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Baby

Neuling
Dabei seit: 25.08.2006
Beiträge: 21
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Liebe Gabriele,
habe ich Dein "Tagebuch" gelesen. Ich bin deprimiert, traurig, niedergeschlagen, entsetzt und grenzenlos wütend. Ich finde keine Worte mehr. So eine Klinik gehört angezeigt und geschlossen. Tut mir leid!!
Liebe Grüße Moni
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27.10.2006 12:19 |
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monomabuto

Neuling
Dabei seit: 15.07.2006
Beiträge: 11
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Hallo Gabriele, auch ich habe mit Entsetzen Deinen Bericht gelesen. Ich bin selbst im medizinischen Bereich tätig und kann Dir nur dringend empfehlen, das ganze der BfA zukommen zu lassen. Auch deshalb, weil Du sonst für 4 Jahre für weitere Reha´s aus dem gleichen Grund "gesperrt" bist.
Mir ist ganz klar, dass Du kraftmäßig ganz, ganz am Ende bist, aber wenigstens den Brief dorthin würde ich abschicken und ganz arg auch Pascal´s Nicht-Behandlung betonen.
Bei der BfA gibt es Ärzte, und als solcher steht man unter Schweigepflicht, solange es nicht zur Behandlung eines Menschen dienlich ist. Es darf also nichts von Deinem Bericht an Hinz und Kunz weitergegeben werden. Alternativ kannst Du das Ganze auch an den medizinischen Dienst der Krankenkassen schicken. Wiederum an den Beraterarzt.
Gilt auch für alle übrigen, die derartige Reha-Erfahrungen gemacht haben. Auch für das Gefühl irgendwann, wenigstens etwas getan zu haben.
Was ist das für eine Welt, erst wird man mit einem Suizid konfrontiert, dann mit der Hilflosigkeit der Umwelt und zum Schluß mit der Unfähigkeit der zuständigen Profis.
Ganz liebe Grüße Mono
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27.10.2006 20:40 |
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Gabriele

Anfänger(in)


Dabei seit: 09.05.2006
Beiträge: 44
Themenstarter
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Hallo Mono,
Habe genau dieses Tagebuch für die BFA geschrieben mit der Bitte zur Überprüfung einer Ersatzreha.
Nun heißt es warten was daraus wird. Zeugen sind ja genug dagewesen die ich auch mit deren Erlaubnis angeben durfte.
Bevor Ich abgebrochen habe, habe Ich ja mit der BFA telefoniert dort hatte ich aber wie üblich nur die Zentrale dran die zu mir sagte das Ich abbrechen kann. Man hat mich aber regelrecht abgewürgt am Telefon und es hieß nur machen sie alles schriftlich.
Nun heißt es abwarten.
Mit lieben Grüßen
Gaby
__________________ weine nicht weil gewesen
sei glücklich weil war
In ewiger Liebe zu Tobias
02.08.1989 - 18.04.2006
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27.10.2006 20:58 |
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Namara

Neuling
Dabei seit: 14.11.2006
Beiträge: 4
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| Zitat: |
Original von Gabriele
An wem kann Ich mich wenden denn köperlich wird es in 2 Wochen wieder gehen aber seelisch bin Ich am Boden habe schon wieder abgenommen und verbringe die Tage mehr und mehr mit weinen. Einen Termin bei einen Psychologen bekomme Ich dieses Jahr nicht mehr. Weiss nicht mehr weiter. Kann mir einer einen Rat geben? |
Hallo Gabriele,
lass dich zum Neurologen ueberweisen. Der kann dich auch aufgrund deines psychsichen Zustandes krankschreiben. Er wird zwar auch versuchen dir ein Antidepressivum zu verschreiben, aber das musst du ja nicht annehmen, obwohl du ruhig noch einmal darueber nachdenken solltest. Es gibt eine Menge Praeparate und nicht alle haben die gleichen Nebenwirkungen.
Liebe Gruesse
Namara
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14.11.2006 19:53 |
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totte
Administrator
    

Dabei seit: 16.02.2006
Beiträge: 2.662
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In akuten Notfällen ist die Telefonseelsorge da (0800-1110111, 0800-1110222) oder der Notdienst in jeder psychiatrischen Klinik in Deiner Region.
In Nürnberg haben wir von AGUS eine (freiwillige) Teilnehmerliste, die wir unregelmäßig an alle verteilen, da stehen auch die Telefonnummern drauf. Wir können uns dann untereinander anrufen und besuchen, wenn es uns schlecht geht.
Auch das Forum hier mag helfen, aber wegen der noch geringen Teilnehmerzahl kann es dauern, bis jemand antwortet.
Ich wünsche Dir alles Gute und viel Kraft in dieser für Dich schlimmen Zeit! Bitte glaube fest daran, dass sie vorübergehen wird und das die Zeit kommt, da alles wieder besser werden wird. Das wünsche ich Dir!
__________________ Gruß
Thorsten
Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.
(Jean Paul)
Niemand, den man liebt, ist jemals wirklich tot.
(Ernest Hemingway)
Frieden finden.
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15.11.2006 07:45 |
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