AGUS e.V.

- für Suizidtrauernde bundesweit -

Wie alles begann

Die AGUS-Initiative wurde 1989 von der Lehrerin Emmy Meixner-Wülker in Bayreuth gegründet, die durch eigene Betroffenheit hier dringenden Handlungsbedarf erkannte und erstmals dafür in der Öffentlichkeit um Verständnis und Unterstützung warb.

Sie gründete die erste Selbsthilfegruppe für Angehörige nach einem Suizid; zu diesem Zeitpunkt einzigartig in Deutschland. Bis dahin war diese Personengruppe stets vergessen worden. Mit Hilfe der Medien löste Frau Emmy Meixner-Wülker eine große Resonanz in ganz Deutschland aus. Nach dem Selbsthilfe-Modell in Bayreuth bildeten sich weitere AGUS-Gruppen über die Region hinaus. Frau Emmy Meixner-Wülker hatte dafür die Regie allein in der Hand und faßte alle betroffenen Anfragen zusammen.

1995 gründete sie den gemeinnützigen Verein AGUS e.V.. Die Betreuungsarbeit leitete sie aus ihrer Wohnung rund um die Uhr, rein ehrenamtlich. Am 1. Mai 1999 bezog AGUS erst ein eigenes Büro außerhalb der Wohnung, ein Jahr später waren dort 2 Bürokräfte tätig. Wegen Überarbeitung und mit Rücksicht auf die Gesundheit gab die AGUS-Gründerin den 1. Vorsitz von AGUS e.V. ab. Der AGUS-Gründerin hatten die Ärzte "dienstunfähig im Ehrenamt" attestiert. Sie starb am 21.11.2008 im Alter von 81 Jahren.

Für die große und aufopferungsvolle Aufbauarbeit der AGUS erhielt Frau Emmy Meixner-Wülker bedeutsame Auszeichnungen. Sie war Trägerin des Bayerischen Verdienstordens und des Bundesverdienstkreuzes am Bande.

Buch: Wege aus der Dunkelheit