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Tod durch Suizid

 

Jeder Todesfall ist mit Kummer und Trauer verbunden.

Die Art des Todes hat wesentlichen Einfluss auf die Trauer und die Lebensbewältigung danach.

Bei Tod durch Suizid drängen sich den Hinterbliebenen Fragen und Gefühle auf, die die Trauer unsagbar erschweren. Bei anderen Todesarten können diese Themen gar nicht oder abgeschwächt auftreten.

Einige besonders schmerzhafte Erschwernisse in der Trauer nach Suizid, die in unterschiedlicher Ausprägung und in unterschiedlichem zeitlichen Abstand vom Tod bei vielen Suizidtrauernden auftreten können:

  • Schuldgefühle („Ich muss eine schlechte Ehefrau gewesen sein“)
  • Versagen („Ich konnte es nicht verhindern, ich habe es nicht bemerkt“)
  • Einbruch des Selbstwertgefühles („Ich bin es nicht wert, dass man meinetwegen weiterlebt“)
  • Infragestellung des bisherigen Lebens („Hat er mich und die Kinder überhaupt geliebt“)
  • Scham und Verleugnung („Niemand darf erfahren, dass der Vater meiner Kinder sich das Leben genommen hat“)
  • Wut oder Ärger auf den Verstorbenen („Wie konnte er mir das antun“)
  • Verlust der Perspektive für das weitere Leben („Wie soll ich damit weiterleben“)