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Wir bieten folgende Broschüren an:

In den AGUS-Broschüren greifen wir Themen auf, die uns bei den Gesprächen mit Suizidhinterbliebenen häufig begegnen. Die Texte sind allgemeinverständlich formuliert und orientieren sich an den praktischen Fragen von Betroffenen. Die Broschürenreihe konnte durch die finanzielle Unterstützung der Fernsehlotterie und einzelnen Krankenkassen erstellt werden. Danke!

Die Broschüren sind geschrieben für Sie, als Trauernde, geben aber auch Freunden und Fachleuten einen Einblick in die besondere Krise nach einem Suizid. Alle Broschüren können im AGUS-Büro bestellt werden, Einzelpreis 4,80 € + Porto.

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AGUS – wie alles begann

AGUS – wie alles begann

Anlässlich des 25jährigen Bestehens der AGUS-Initiative und des 20. Gründungsjubiläums des Vereins „Angehörige um Suizid“ erschien 2015 diese Broschüre. Sie ist eine verkürzte Neuauflage des Buchs „Wege aus der Dunkelheit“ von Emmy Meixner-Wülker. Darin beschreibt sie die hohen Belastungen nach dem Suizid ihres Mannes 1963 und wie das ihren weiteren Lebensweg prägen sollte. In einer Zeit, in der das Thema Suizid noch viel stärker mit Stigma und Tabu verbunden war, wollte sie Betroffenen helfen und sie herausholen aus ihrer dumpfen Trauer und dem Gefühl allein zu sein. 1990 gründete sie nach vielen intensiven Vorarbeiten die bundesweit erste Selbsthilfegruppe in Bayreuth. Heute gibt es über 60 AGUS-Selbsthilfegruppen in ganz Deutschland.

Ein interessanter Rückblick auf schwierige Anfänge und positive Entwicklungen anhand des eindrücklichen Zeugnisses der Pionierin in der Sorge um Menschen, die von Suizid betroffen sind.

Trauer nach Suizid – bei Kindern und Jugendlichen

Die Unfassbarkeit eines Suizids lässt uns Erwachsene oft sprachlos und hilflos werden, auch im Umgang mit Kindern und Jugendlichen. Es stellen sich Fragen z.B. nach der Wahl der Worte, des Zeitpunktes oder den möglichen Reaktion von Kindern.

Die Erfahrungen Suizidbetroffener, vor allem von überlebenden Elternteilen, Informationen aus Gesprächen mit Erwachsenen, die als Kind einen Suizid erleben mussten und das Wissen aus der Trauer-begleitung von Kindern wird praxisorientiert zusammengefasst. Bei der 5. überarbeiteten Auflage wurden die Kapitel „Altersgemäßes Verstehen“ und „Trauer bei Jugendlichen“ erweitert.

Die Broschüre soll Anregungen geben für Erwachsene, sowohl für Eltern als auch fachliche Begleiter, um mit Kindern und Jugendlichen den Suizid-Tod eines nahe stehenden Menschen zu erfassen, alters-gerecht in das kindlich-jugendliche Weltbild einzufügen und darüber zu sprechen.

Autorin: Chris Paul

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Erklärungsmodelle – die Zeit vor dem Suizid

In der AGUS-Broschürenreihe greifen wir Themen auf, die Suizidhinterbliebene häufig äußern. Dazu gehört die Frage, was in einem Menschen vorgeht, der sich das Leben nehmen will.

In der Suizidprävention wird sich seit langem mit den Entwicklungen vor einem Suizid beschäftigt, um daraus präventive Handlungansätze zu entwickeln. Dieses Wissen kann aber auch bei Hinter-bliebenen einen Einblick geben, welche Entwicklungen bei ihrem Angehörigen zu dieser Katastrophe führen konnte.

In der Broschüre wird Suizidalität definiert, das präsuizidale Syndrom beschrieben,  zwei Entwicklungsmodelle erläutert und im Anhang  werden Fragen Suizidtrauernder beantwortet.
Die Broschüre ist allgemeinverständlich formuliert.
 

Autor: Prof. Dr. Dr. Wolfersdorf

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Schuld – im Trauerprozess nach Suizid

Bei einem Tod durch Suizid drängt sich die Frage nach der Schuld scheinbar unausweichlich auf. In erdrückenden Gedankenspiralen wird gesucht nach eigenen Versäumnissen und Unzulänglichkeiten, nach nicht richtig gedeuteten Ankündigungen oder nach den Schuldanteilen anderer. Hinzu kommt die Auseinandersetzung mit vermuteten oder tatsächlich geäußerten Schuldzuweisungen von Außenstehenden.

Schuld ist ein komplexes Thema, dem auch Freunde und Therapeuten oft ratlos gegenüber stehen.
In der Literatur wird nur selten ausführlich auf Schuld eingegangen. Chris Paul ist eine der wenigen Fachfrauen, die sich auf breiter Basis mit Schuld in der Trauer nach einem Suizid beschäftigen. In der Broschüre thematisiert sie u.a., ob Schuld gefühlt oder gedacht wird und welchen Sinn Schuld bei der Trauerbewältigung haben kann.

Die Broschüre ist für Trauernde nach einem Suizid geschrieben und gibt Begleitern und Freunden Einblick in das komplexe Schuldthema.

Autorin: Chris Paul

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Trauer nach Suizid – (k)eine Trauer wie jede andere

Der Tod eines Menschen ist für die Hinterbliebenen immer schmerzhaft und ein tiefer Lebenseinschnitt. Nach einem Suizid sind die Auswirkungen verheerend. Die Katastrophe einer Selbsttötung droht oft, das Leben der Trauernden zu zerstören.

Was ist an dieser Trauer so ungleich niederdrückender als bei der Trauer durch andere Todesarten? Gibt es Themen, die von  den meisten Suizidtrauernden ähnlich erlebt werden und durch die Todesart bestimmt werden, unabhängig von der individuellen Situation?

In der Broschüre werden die besonderen Erschwernisse der Trauer nach einem Suizid beschrieben und erläutert. Angehörige, Freunde und Fachleute erhalten Einblick in die besondere Krise nach einem Suizid. Geschrieben ist die Broschüre vor allem für Suizidtrauernde, um mit sachlichen Informationen das Chaos der Gefühle etwas zu ordnen und neue Sichtweisen zu finden. 


Autorin: Elisabeth Brockmann

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Suizid und Recht

In dieser Broschüre werden ausgewählte rechtlich Grundinformationen zu Selbsttötungen vermittelt, um Suizidhinterbliebenen die Einschätzung ihrer persönlichen Situation zu erleichtern. Juristische Themen, die sich nach jedem Todesfall stellen, wie dem Erb- oder Rentenrecht, sind nicht enthalten.

Die einzelnen Artikel sind von Fachautoren erstellt, mit Empfehlungen, Informationen und Gesetzeswortlaut. Die Broschüre kann und soll jedoch nicht die anwaltliche Beratung im Einzelfall ersetzen, sondern in der Wahrnehmung und Klärung von Rechten unterstützen.

Die Artikel behandeln Bestattungsrecht, Polizeiliche Ermittlungen, Medienberichterstattung und Persönlichkeitsrechte, Schadenersatzforderungen und Leistungen der Lebensversicherung nach einem Suizid.

Autoren: E. Brockmann, L. Höfflin, C. Paul, L. Weiberle, 24 Seiten

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Kirche – Umgang mit Suizid

Das Thema "Kirche und "Suizid" ist so umfangreich, dass hier lediglich einige Aspekte aufgegriffen werden können. Themen sind u.a.:

Suizid in der Kirchenethik

historische Entwicklung

Selbsttötungen in der Bibel

Sünde im Katechismus

heilsame Predigt

 

Wir hoffen, damit zum Dialog und zur Annäherung zwischen Kirchenvertretern und oft tief verzweifelten Suizidtrauernden bei zu tragen.

 

Autoren: Elisabeth Brockmann, Gottfried Lindner, Chris Paul, Prof. Wolfgang Schoberth

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Hört das denn nie auf? Trauer nach Suizid und Zeit

"Wie lange dauert das denn?" fragen Hinterbliebene oft. Wird es irgendwann wieder ein lebenswertes Leben geben? Welchen Stellenwert hat die Zeit?

Die Broschüre basiert auf einem Vortrag bei der AGUS-Jahrestagung 2011 und beleuchtet Aspekte der Beziehung zwischen Zeit und der Trauer nach einem Suizid:

Wie lange dauert Trauer? Was ist Zeit?

Kann ich jemals wieder lachen?

Das ganze Leben hat sich verändert.

und viele weitere Lebens-Zeit-Themen Suizidbetroffener.

 

Autorin: Chris Paul

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AGUS-Selbsthilfegruppen aufbauen und leiten

für Interessierte, die eine AGUS-Selbsthilfegruppe gründen möchten.

Die offene Selbsthilfegruppe für Suizidtrauernde ist eine besondere Form der Gruppenarbeit. In der Broschüre werden die Unterschiede zu anderen Gruppenformen aufgezeigt und die Kriterien einer AGUS-Gruppe benannt.  Weiterhin erörtert werden die Inhalte und Notwendigkeiten von Gruppenregeln, die Aufgaben eines Leitungsteams, die Form der Erstkontatke und die Gestaltung von Treffen. Praktische Tipps für die Suche nach einem Gruppenraum, Öffentlichkeitsarbeit, Vernetzung und finanzierung ergänzen den theoretischen Teil.

Für Betroffene, die an einer Gruppengründung interessiert sind, können die Broschüreninhalte als Entscheidungsgrundlage für die weitere Planung helfen.


Autoren: Elisabeth Brockmann, Chris Paul, 36 Seiten

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